Kultur, Kulinarik und Geografie


 

Ungarisch gekocht - fast wie Weihnachten


Eine zaghafte WhatsApp-Anfrage im September und ein paar Stunden später die Antwort: „Ich komme gern und koche für Sie.“ Gekommen ist er am 2. Dezember, um mit der Wahlpflichtfachgruppe „Kultur, Kulinarik und Geografie“ Hortobágyi Húsos Palacsinta (= mit Fleisch gefüllte Palatschinken in Paprikasauce) und Somloer Nockerln zuzubereiten.

Küchenmeister Attila Varnagy, ein gebürtiger Ungar, lebt heute in Salzburg und arbeitet bei der Firma RAPS als Fachberater für die Gastronomie. Zu seinen weiteren Tätigkeiten ist im Internet unter www. varnagy.at viel Interessantes zu finden. Er rührte auch die Werbetrommel für den Beruf des Koches oder der Köchin, meinte die ersten Jahre seien wahrscheinlich schwer, aber ab dann mache dieser Beruf großen Spaß. Einige Schülerinnen und Schüler in der Gruppe zeigten sich durchaus interessiert.

Unter seiner kompetenten Anleitung ergänzten wir die Palatschinken, füllten sie mit der Hähnchenfleischsoße und richteten sie sauber und farbenfroh an, denn „Das Auge isst mit!“. Als Dessert gab es „Somloer Nockerln“ mit viel Schlagobers und Schokosoße darüber. Ja, die ungarische Küche ist deftig, aber guuuuut!

Küchenmeister Varnagy erklärte daneben, seit wann es Kartoffel, Kürbis, Tomaten und Paprika in Europa gibt und dass man in Ungarn nicht schon immer mit diesen Zutaten gekocht hat. Mit Tomaten und speziell mit Paprika können die Ungarn seither aber besonders gut umgehen. Wer weiß, woher diese Gemüse ursprünglich stammen und wie sie nach Europa gekommen sind, darf sich bei Frau Luttenberger melden.

Wie Weihnachten war diese Kocheinheit aus drei Gründen. Erstens ist es nicht selbstverständlich, dass ein Experte wie Herr Varnagy ohne großes Trara und ohne finanzielle Entschädigung in die Schule kommt, zweitens hat das Essen ausgezeichnet geschmeckt und drittens hat er uns alle Zutaten gratis zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür.

(Text: Erika Luttenberger)